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Prognose - EduSim

EduSim · das Bildungsmodell des FiBS Was aus einem Jahrgang wird

EduSim bildet den Weg eines Jahrgangs von der Kita über Schule und Übergänge bis in Ausbildung, Studium und Arbeitsmarkt ab, und zwar für Deutschland und für alle sechzehn Länder. Das Modell führt zehn Module in einem Durchlauf zusammen, ist an der amtlichen Statistik verankert und rechnet von dort aus vorwärts.

Damit lassen sich zum einen die künftigen Zahlen von Kita-Kindern, Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Studierenden sowie der daraus folgende Bedarf an pädagogischem Personal fortschreiben. Zum anderen lässt sich abschätzen, wie sich veränderte Kompetenzen oder eine höhere Qualität in Kita und Schule auf Abschlüsse, Übergänge und Erwerbsverläufe auswirken würden und welche Kosten und Erträge damit verbunden wären.

Bund und Länder haben im März 2026 vereinbart, eine Bildungsverlaufsstatistik aufzubauen, die rückblickend beschreiben wird, welchen Weg Jugendliche genommen haben. EduSim beantwortet eine andere Frage, nämlich die, was aus einem Jahrgang wird, wenn sich an einer Stelle der Bildungskette etwas ändert.

EduSim in 1:43 Minuten Der Film

Standbild aus dem EduSim-Film: Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof. Film ansehen, 1:43 Minuten, mit Ton

Der Film führt in knapp zwei Minuten durch die Rechenkette von EduSim: vom Jahrgang, der in die Kita kommt, über die Kompetenzen am Ende der Pflichtschulzeit und die Übergänge in Ausbildung und Studium bis zu der Frage, was daraus für die Wirtschaftsleistung der kommenden Jahrzehnte folgt. Er öffnet sich in einem neuen Fenster und läuft mit Ton.

PISA 2015, PISA 2025 und das Basisszenario 2040 Drei Jahrgänge im Vergleich

Balkendiagramm: Anteil der Fünfzehnjährigen unter Kompetenzstufe II in Mathematik, 2015 17,2 Prozent (137.056), 2025 34,4 Prozent (269.514), Basisszenario 2040 44,6 Prozent (314.659)

EduSim führt dieselbe Rechnung für drei Geburtsjahrgänge durch. Der Jahrgang 2000 wurde mit PISA 2015 getestet, der Jahrgang 2010 mit PISA 2025. Für den Jahrgang 2025, den PISA 2040 testen würde, steht das Basisszenario V0, das FiBS-PISA-2025-Kompetenzszenario, das die gemessene Entwicklung gedämpft weiterführt.

Anteil am Jahrgang (Anzahl)Jahrgang 2000
PISA 2015, gemessen
Jahrgang 2010
PISA 2025, gemessen
Jahrgang 2025
2040, Basisszenario V0
Fünfzehnjährige im Jahrgang797.303782.334706.148
unter Kompetenzstufe II in Mathematik17,2 % (137.056)34,4 % (269.514)44,6 % (314.659)
mit Studienberechtigung39,6 % (315.732)29,4 % (229.928)24,4 % (172.088)
mit tertiärem Abschluss25,1 % (200.123)19,3 % (151.225)16,5 % (116.373)
ohne Berufsabschluss15,0 % (119.595)17,5 % (136.987)18,8 % (132.756)

Der Anteil der Fünfzehnjährigen unter der Kompetenzstufe II in Mathematik ist zwischen 2015 und 2025 von 17,2 auf 34,4 Prozent gestiegen. Im Basisszenario gingen aus dem Jahrgang 2025 41,8 Prozent weniger Menschen mit einem tertiären Abschluss hervor als aus dem Jahrgang 2000.

Was gemessen und was gerechnet ist

Die Kompetenzwerte für 2015 und 2025 sind gemessen, sie stammen aus PISA. Alle Abschluss- und Arbeitsmarktwerte sind Modellrechnungen, und zwar in allen drei Jahrgängen: Sie entstehen aus den Kompetenzwerten über eine Brücke aus den Daten des Nationalen Bildungspanels, kalibriert am amtlichen Ist des Jahres 2015. Übergangs- und Durchlaufquoten hält das Modell auf dem Stand von 2024 fest, damit die Rechnung den Struktureffekt allein misst. Da die duale Übergangsquote des Hauptschulabschlusses seit 2015 tatsächlich um 17,0 Prozentpunkte gefallen ist, dürfte die ausgewiesene Wirkung eher eine Untergrenze sein. Der Wert für 2040 ist ein Szenario und keine Vorhersage; die Jahrgangsgröße 2040 stammt aus dem FiBS-Kohorten-Komponenten-Modell.

Prognosegüte PISA 2025 Wie gut die eigene Prognose war

Die EduSim-Prognose für PISA 2025 wurde im Juli 2026 aus dem PISA-Erklärmodell Deutschland abgeleitet und am 8. September 2026 veröffentlicht: Mathematik 467, Lesen 477, Naturwissenschaften 482 Punkte, jeweils mit einem Band. Gemessen an der eigenen Auswertung der Mikrodaten stimmte die Richtung in sechs von sechs Fällen. Von den sechs Bändern hielt eines sicher, zwei lagen am Rand, drei wurden verfehlt. Im Lesen lag die Prognose 11,7 Punkte zu hoch, und der Risikoanteil wurde in allen drei Bereichen unterschätzt. Die vollständige Gegenüberstellung steht in der PISA-Nachlese 2026, Abschnitt 04.

Evidence Lab EduSim nutzen

EduSim ist ein Modell des FiBS. Über das Evidence Lab von Neomera steht es Schulen, Schulträgern und Ländern zur Verfügung; dazu gehört das Auswertungsprodukt EduAnalyzer Schule. Neomera ist ein unternehmerisches Vorhaben, an dem der Direktor des FiBS beteiligt ist. Weitere Informationen finden sich unter www.neomera.de.

Die Tabellen und den Rechenweg stellen wir auf Anfrage zur Verfügung, auch zum Nachrechnen. Zum Themenfeld gehört auch der Monitor Ausbildungschancen 2023, den das FiBS im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt hat.


Ansprechpartner

Dr. Dieter Dohmen
+49 (0)30 8471223-0
d.dohmen@fibs.eu 

Forschungsschwerpunkte:
Bildungsfinanzierung
Bildungsplanung
Bildungsmanagement
Bildungsmarketing
Demografie
Arbeitsmarktökonomie
Bildung und Strukturentwicklung
Technologische Leistungsfähigkeit und Innovation
Bildungs-Benchmarking
Bildungszugang
Bildungsqualität
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Gender-Budgeting
Steuertransfersysteme
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