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FiBS-Forum 2 Prognose der Studierendenzahlen für Mecklenburg-Vorpommern bis 2020

Buch
Dr. Dieter Dohmen

Prognose der Studierendenzahlen für Mecklenburg-Vorpommern bis 2020

Buch

Beteiligte interne Autor/innen:

Dr. Dieter Dohmen

Erscheinungsdatum:

Verlag:

FiBS

Erscheinungsort:

Köln

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Zahl der Studienberech-tigten, der Studienanfänger im 1. Hochschul- und im 1. Fachsemester sowie der Studierenden insgesamt auf der Grundlage der zur Zeit in der Erarbeitung be-findlichen Bevölkerungsprognose 2020, die für den Zeitraum von 2010 bis 2020 einen erheblichen Rückgang der Bevölkerung im studierfähigen Alter prog-nostiziert.
Die folgende Prognose der Studierendenzahlen erfolgt in Bandbreiten, von de-nen hier kurz die untere (Studienberechtigtenquote: konstant 30 %, Studier-quote: 57 %) und obere (Studienberechtigtenquote: auf 40 % ansteigend, Stu-dierquote: 67 %) dargelegt werden soll.
Studienanfänger im 1. Hochschulsemester
Nach dem unteren Referenzszenario werden sich bis zum Jahre 2008 jährlich zwischen 4.300 und 4.800 Studienanfänger an den Hochschulen des Landes ein-schreiben. Die Einführung des 13. Schuljahres 2001 dürfte allerdings kurzfristig zu geringeren Zahlen führen, wenn es nicht gelingt, überproportional viele Studi-enanfänger aus anderen Bundesländern und/oder aus früheren Studienberechtigten-jahrgängen zu attrahieren. Ab 2008 würde die Zahl der Studienanfänger bis 2014 auf insgesamt 1.750 absinken, um anschließend bis 2020 wieder auf etwas mehr als 2.000 anzusteigen.
Nach dem oberen Referenzszenario würde die Zahl der Neuimmatrikulierten im kommenden Jahrzehnt zwischen 6.000 und 6.500 liegen. Zwischen 2009 und 2014 würde die Zahl der Studienanfänger auf 2.650 absinken. Anschließend ergäbe sich ein leichter Anstieg auf rund 3.200.
Studienanfänger im 1. Fachsemester
Bezieht man auch die Fachrichtungswechsler mit in die Betrachtung ein, so er-höht sich die Zahl der Studienanfänger im 1. Fachsemester um 25 % an den Universitäten und um 15 % an den Fachhochschulen. Hierdurch bedingt, erhöht sich die Zahl der Studienanfänger auch im unteren Referenzszenario, mit Aus-nahme der beiden Jahre 2001 (3.500) und 2002 (4.240), auf 5.200 bis 5.600 Studierende bis zum Jahre 2008. Anschließend sinkt dann die Zahl der Studienanfänger auf 2.130 im Jahre 2014 stark ab, und steigt anschließend wieder um rund 450 auf knapp 2.500 an.
Im oberen Referenzszenario liegt die Zahl der Neuimmatrikulationen, abgese-hen von den beiden Jahren 2001 und 2002, bei über 7.000 und erreicht in der Spitze 7.900 Studienanfänger. Ab dem Jahre 2009 verringert sich die Zahl auf unter 7.000 und erreicht den Tiefpunkt wiederum im Jahre 2014 mit 3.200 Studienanfängern, von denen sich 2.200 an den Universitäten und 1.020 an den Fachhochschulen einschreiben werden. Ausgehend von diesem Tiefpunkt steigt die Studienanfängerzahl bis zum Ende des Betrachtungszeitraumes auf 3.930 an, davon knapp 2.700 an Universitäten und 1.240 an Fachhochschulen.
Zahl der Studierenden insgesamt
Ausgehend von einer Studierendenzahl von insgesamt rund 25.000, die be-reits im laufenden Wintersemester 1999/2000 erreicht worden ist, gibt es ein leichtes Absinken, aufgrund der abnehmenden Studienanfängerzahlen in den Jah-ren 2001 und 2002, auf rund 23.600 im Jahre 2001 und 22.800 im Jahre 2002. Danach steigt die Zahl der Studierenden insgesamt auf in der Spitze knapp 23.830 im Jahre 2007 an. Anschließend sinkt die Zahl der Studierenden insgesamt zunächst leicht und dann stärker ab und erreicht den Tiefpunkt im Jahre 2019 mit knapp 10.700, sofern vom unteren Referenzszenario ausgegan-gen wird.
Für die Universitäten bedeutet das rund 18.500 Studierende im Jahre 2000. In den darauf folgenden Jahren bis zum Jahre 2010 liegt die Zahl zwi-schen 16.870 und 17.400. Anschließend sinkt die Zahl doch recht deutlich über 10.000 auf insgesamt 7.850 im Jahre 2019 ab, um dann wieder leicht auf 7.910 anzusteigen. Für die Fachhochschulen bedeutet das für das kommende Jahrzehnt zwischen 5.900 und 6.400 Studierende. Anschließend sinkt die Stu-dierendenzahl auf 2.830 im Jahre 2018 ab.
Wird vom oberen Referenzszenario ausgegangen, so läge die Zahl der Studie-renden zwischen 26.400 im Jahre 2001 und knapp 33.460 im Jahre 2009, anschließend würde sich auch hier die Studierendenzahl auf 16.400 im Jahre 2018 halbieren.
An den Universitäten wären, abgesehen von den ersten drei Jahren, konstant über 20.000 Studierende eingeschrieben. Mit 24.500 würde die Spitze im Jahre 2009 erreicht, anschließend aber würde die Studierendenzahl absinken und den Tiefpunkt mit knapp 12.100 in den Jahren 2018 bzw. 2019 erreichen. Die Studierendenzahl an den Fachhochschulen würde zunächst zwischen 7.050 und 9.000 in der ersten Hälfte des Betrachtungszeitraums liegen. Der Spitzenwert würde 2007 mit 9.034 Studierenden erreicht werden. Anschließend würde sich diese Zahl mehr als halbieren, um im Jahre 2017 mit 4.350 Studierenden den niedrigsten Stand des Betrachtungszeitraumes zu erreichen.

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