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Entwicklung der Einnahmen von Studierenden. Eine Re-Analyse der 19., 20. und 21. Sozialerhebung BAföG taumelt – ohne grundlegende Verbesserungen – Richtung Bedeutungslosigkeit

Studie
Dr. Dieter DohmenDr. Akiiki BabyesizaTamara Bayreuther

BAföG taumelt – ohne grundlegende Verbesserungen – Richtung Bedeutungslosigkeit

Studie

Beteiligte interne Autor/innen:

Dr. Dieter Dohmen, Dr. Akiiki Babyesiza, Tamara Bayreuther

Erscheinungsdatum:

Verlag:

Deutsches Studentenwerk

Weniger Studierende erhalten im Schnitt weniger BAföG-Förderung. Das betrifft vor allem Studierende aus einkommensschwächeren bzw. Nicht-Akademiker-Familien. Eltern und zusätzliche Erwerbstätigkeit müssen die Lücke schließen. Viele Studierende bleiben bei den Eltern wohnen, weil sie sich den Auszug nicht leisten können. Über die Hälfte der Studierenden stellt mittlerweile erst gar keinen BAföG-Antrag mehr, bei den Elternwohner:innen sind es sogar zwei Drittel. Oft ist die Angst vor einer Verschuldung ein wichtiger Grund.
Diese Kernbefunde zeigen, dass das BAföG einer grundlegenden Überarbeitung und Verbesserung bedarf. Ansonsten sinkt die Gefördertenquote in den kommenden Jahren bis 2030 auf einen Wert von unter zehn Prozent. Ansatzpunkte sind höhere Fördersätze und Einkommensfreibeträge, aber auch Ausweitung der Förderungshöchstdauer sowie Vereinfachungen bei Fachwechsel und Leistungsnachweis. Darüber hinaus sollte das BAföG an veränderte Studienrealitäten, wie Teilzeitstudium, Studium in der Mitte des Lebens oder flexibleres Studierverhalten angepasst werden.

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