Modellprojekt zum Vorziehen der Sprachstandfeststellung und der sich anschließenden Sprachförderung

Modellprojekt zum Vorziehen der Sprachstandfeststellung und der sich anschließenden Sprachförderung
Laufzeit:
–Projektleiter:
Matthias Sandau (Projektleitung gesamt)Förderer / Finanzierung:
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)
Partner:
Prof. Dr. Susanne Viernickel
Das Modellprojekt zielt darauf ab, die verpflichtende Sprachstandsfeststellung im Land Brandenburg in das vorletzte Jahr vor der Einschulung vorzuverlegen und damit sprachliche Unterstützungsbedarfe früher und systematischer zu erkennen. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Begleitung der Erprobung des Sprachscreenings für das Vorschulalter (SSV) sowie der anschließenden kompensatorischen Sprachförderung mit dem Programm „Handlung und Sprache“.
Ziel ist es, sowohl die diagnostische Eignung und Praktikabilität des SSV bei jüngeren Kindern als auch die Wirksamkeit, Anschlussfähigkeit und Umsetzbarkeit der Sprachförderung über einen verlängerten Zeitraum empirisch zu prüfen. Die Begleitung erfolgt längsschnittlich über den Zeitraum von 2025 bis 2028 und umfasst mehrere Test- und Erhebungszeitpunkte bis zum Ende der ersten Klasse.
Methodisch kombiniert das Projekt quantitative Auswertungen der Testergebnisse mit qualitativen Erhebungen wie Online-Befragungen, Logbüchern, Interviews und Fokusgruppen mit Fach- und Leitungskräften. Ein besonderer Fokus liegt auf den Gelingensbedingungen und Herausforderungen der Umsetzung im Kita-Alltag sowie auf organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt in engem Austausch mit dem Auftraggeber und den beteiligten Einrichtungen und ist auf Transparenz, Praxisnähe und eine geringe Zusatzbelastung der Fachkräfte ausgerichtet.
Die zentralen Ergebnisse werden in einem Zwischenbericht und einem pädagogischen Gutachten zusammengeführt und bilden gemeinsam eine fundierte Entscheidungsgrundlage für eine mögliche gesetzliche Verstetigung der vorgezogenen Sprachstandsfeststellung und der anschließenden Sprachförderung.